§ 34 NBauO

Treppen

(1) Räume in Gebäuden müssen, soweit sie nicht zu ebener Erde liegen, über Treppen zugänglich sein. Treppen müssen in solcher Zahl vorhanden und so angeordnet und ausgebildet sein, dass sie für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen und die erforderlichen Rettungswege bieten (notwendige Treppen). Statt notwendiger Treppen sind Rampen mit flacher Neigung zulässig.

(2) Einschiebbare Treppen und Rolltreppen sind als notwendige Treppen unzulässig. Einschiebbare Treppen und Leitern sind zulässig als Zugang

1. zu einem Dachraum ohne Aufenthaltsräume in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2,
2. zu einem anderen Raum, der kein Aufenthaltsraum ist, wenn hinsichtlich des Brandschutzes und der Art seiner Benutzung keine Bedenken bestehen.

(3) Treppen müssen mindestens einen Handlauf haben. Notwendige Treppen müssen beiderseits Handläufe haben. Die Handläufe müssen fest und griffsicher sein. Satz 2 gilt nicht, wenn Menschen mit Behinderungen und alte Menschen die Treppe nicht zu benutzen brauchen, und nicht für Treppen von Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 sowie in Wohnungen.

Auszug aus der Gesetzesbegründung
Landtagsdrucksache 16/3195 – Entwurf der Landesregierung

Absatz 1 a. F. entfällt, da die Anforderungen in den allgemeinen Anforderungen in § 16 über die Verkehrssicherheit ausreichend konkret enthalten sind. Des Weiteren wurde die Vorschrift durch die Zusammenfassung von Absätzen gestrafft.

Absatz 1 Sätze 1 und 2 entspricht Absatz 2 a. F., Satz 3 entspricht Absatz 3 a. F.

Absatz 2 Satz 1 entspricht unverändert Absatz 4 a. F. Satz 2 entspricht Absatz 5 a. F. Die Zulässigkeit einschiebbarer Treppen und Leitern als Zugang zu einem Dachraum wird jedoch erweitert auf Wohngebäude der Gebäudeklasse 1 und 2. In anderen Fällen erfordert ein solcher Zugang die Gestattung einer Abweichung nach dem neuen § 66.

Absatz 3 entspricht -redaktionell überarbeitet – Absatz 6 a. F.“ (LT/DS 16/3195, S. 81).