§ 31 NBauO

Decken und Böden

(1) Decken müssen den Belastungen sicher standhalten, die auftretenden Kräfte sicher auf ihre Auflager übertragen und, soweit erforderlich, die bauliche Anlage waagerecht aussteifen.

(2) Böden nicht unterkellerter Aufenthaltsräume oder anderer Räume, deren Benutzung durch Feuchtigkeit beeinträchtigt werden kann, müssen gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt sein. Decken unter Räumen, die der Feuchtigkeit erheblich ausgesetzt sind, insbesondere unter Waschküchen, Toiletten, Waschräumen und Loggien, müssen wasserundurchlässig sein.

(3) Decken müssen, soweit es der Brandschutz unter Berücksichtigung ihrer Beschaffenheit, Anordnung und Funktion erfordert, nach ihrer Bauart und in ihren Baustoffen widerstandsfähig gegen Feuer sein. Sie müssen als tragende und raumabschließende Bauteile zwischen Geschossen im Brandfall ausreichend lang standsicher und widerstandsfähig gegen eine Brandausbreitung sein. Satz 1 gilt auch für Bekleidungen und Dämmschichten.

Auszug aus der Gesetzesbegründung
Landtagsdrucksache 16/3195 – Entwurf der Landesregierung

Die Absätze 1 und 2 sind unverändert. Die in den Regelungen enthaltenen Inhalte haben Auswirkungen auf die Standfestigkeit der Gebäude.

Absatz 3 entspricht Absatz 4 a. F. Mit dem neuen Satz 2 ist der Musterbauordnung entsprechend eine auf die Funktion der Decken im Brandfall bezogene Schutzzielbestimmung eingefügt worden. Als tragende und zwischen den Geschossen raumabschließende Bauteile müssen Decken ausreichend lange standsicher und widerstandsfähig gegen die Brandausbreitung sein.

Die Anforderungen in den Absätzen 3 und 5 a. F. sind in den allgemeinen Anforderungen der §§ 13 und 15 ausreichend konkret enthalten und deshalb in § 31 nicht mehr angesprochen“ (LT/DS 16/3195, S. 80).